Produktverant­wor­tung

Durch unsere Produktverantwortung wollen wir unseren Kunden umfassende Verkehrssicherheit bieten und ihnen ein breites Angebot an effizienten, bezahlbaren und alltagstauglichen Antriebstechnologien zur Verfügung stellen. Der Volkswagen Konzern übernimmt dabei markenumfassend Verantwortung für seine Produkte. Dabei geht es um die passive und aktive Fahrzeugsicherheit, die Ressourcenschonung sowie den Klima- und Umweltschutz. Hier setzen wir vor allem auf die Elektrifizierung unserer Fahrzeugflotte. Unser Zukunftsprogramm „TOGETHER – Strategie 2025“ beinhaltet das Ziel, den Anteil verkaufter vollelektrischer Autos in den kommenden Jahren signifikant zu erhöhen. So können wir zur Reduktion von CO2-Emissionen und Luftverschmutzung beitragen.

43 Mio. Autos aus Wolfsburg

Im Jahr 2015 hat das Volkswagen Werk Wolfsburg erneut eine wichtige Marke übersprungen: Ein Touran in Pure White war das 43-millionste Fahrzeug aus dem Werk am Mittellandkanal. Die tägliche Fertigungskapazität liegt hier insgesamt bei mehr als 3.800 Fahrzeugen.

Investitionen und Innovationen

Durch Investitionen in neue Modelle, umweltfreundliche Antriebe und Verbesserungen der Produktionsprozesse hat der Volkswagen Konzern seine Innovations- und Technologieführerschaft 2015 weiter ausgebaut. Gleichzeitig wollen wir unser markenübergreifendes Innovationsmanagement effizienter gestalten und die Entwicklungsprozesse unserer Marken stärker verzahnen. Indem wir übergreifende Technologienetzwerke schaffen, vermeiden wir Parallelentwicklungen, ermöglichen einen effizienten Technologietransfer und können zugleich die Entwicklungskosten reduzieren. 46.000 hochqualifizierte Mitarbeiter arbeiten dafür weltweit im Bereich der Forschung und Entwicklung. „Innovationen für alle“ ist das Credo, das Forschung und Entwicklung im Volkswagen Konzern antreibt. Das Ergebnis werden neue Modelle mit noch effizienteren Antrieben sein. Dazu gehören zum Beispiel Elektroautos mit reinen Batterieantrieben oder Plug-in-Hybride. Unser gesamtes Kerngeschäft wird sich stärker in Richtung Elektroantrieb verschieben. Hierzu werden wir eine Elektrifizierungsoffensive starten, die in unserer Branche ihresgleichen suchen wird. Und wir sind bereit, die notwendigen Investitionen hierfür zu leisten – für Forschung und Entwicklung zu verschiedenen Varianten des elektrischen Antriebs und der Stromspeicherung, aber auch für die Massenproduktion entsprechender Module.

Wir begreifen Mobilität als ganzheitliches Konzept und bündeln unsere Aktivitäten unter dem Begriff „Intelligente Mobilität“. Mehr Effizienz, mehr Vernetzung und mehr Flexibilität schaffen ein Mehr an sicherer, komfortabler und umweltverträglicher Mobilität und leisten einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen. Beispiele sind die Entwicklung von Fahrassistenzsystemen, das pilotierte Fahren oder unsere IT-Labs. Um dem ganzheitlichen Ansatz von Mobilität Rechnung zu tragen, bündeln wir unsere Aktivitäten hierzu in dem neuen Geschäftsfeld „Mobilitätslösungen“ – auch das ein Kernelement unserer Strategie „TOGETHER“. Wir wollen Mobilität neu definieren – und dafür auch gezielt Kooperationen eingehen. Ein erster Schritt: Unsere Beteiligung an GETT, einem Vermittler von Fahrdiensten.

Ein außergewöhnliches Ergebnis unserer Innovationsentwicklung im Bereich der Langstrecke wurde zu Beginn des Jahres 2015 in den USA vorgestellt: ein Audi A7, der die rund 900 km lange Strecke von Stanford in Kalifornien bis nach Las Vegas zu 93 % pilotiert, also automatisch, fuhr. Erstmals saßen keine Experten von Audi im Fahrzeug, sondern Journalisten. Möglich wird das pilotierte Fahren unter anderem durch Fernbereichsradarsensoren, Spurhalteassistenten und Laserscanner. Dazu kommt eine hochauflösende und weitwinkelige 3D-Videokamera. Das Forschungsauto wechselt selbstständig den Fahrstreifen und überholt auch selbst. Gleiches gilt für das Beschleunigen und Bremsen.

Auch beim Fahren im Stadtverkehr gibt es zukunftsweisende Entwicklungen. Wir haben in den vergangenen Jahren an der Forschungsinitiative UR:BAN teilgenommen. Das Kürzel steht für „Urbaner Raum: Benutzergerechte Assistenzsysteme und Netzmanagement“. Gemeinsam mit 30 Partnern wurden 2015 die Ergebnisse nach der vierjährigen Laufzeit präsentiert. Die Volkswagen Konzernforschung hat im Rahmen dieser Initiative verschiedene Systeme entwickelt, zum Beispiel einen Fahrstreifenwechselassistenten, der beim Wechsel des Fahrstreifens im dichten Verkehr in die Längs- und Querführung eingreift. Der Engstellenassistent, ein anderes Beispiel, unterstützt, wenn parkende Fahrzeuge den Fahrstreifen verengen. Die umgebungsabhängige Geschwindigkeitsempfehlung gibt dem Fahrer über haptische Signale am Gaspedal Hinweise zur optimalen Fahrgeschwindigkeit. Neben diesen Ergebnissen aus dem Themenschwerpunkt „Kognitive Assistenz“ hat sich unsere Forschung auch an den Projektsäulen „Mensch im Verkehr“ und „Vernetzte Verkehrssysteme“ beteiligt.

Alles sicher im Blick

Für mehr Sicherheit auf der Straße sorgt im neuen Passat das optionale Head-up-Display. Dabei werden fahrzeugrelevante Fahrdaten und Warnmeldungen auf eine ausfahrbare Scheibe direkt in das Sichtfeld des Fahrers projiziert. Der Blick bleibt so beim Fahren auf der Straße, während sich die eingeblendeten Informationen für das Auge des Fahrers scheinbar zwei Meter vor dem Fahrzeug befinden. Warnmeldungen können so in das direkte Fahrersichtfeld eingeblendet werden, wodurch die Reaktionszeit verkürzt wird. Zudem müssen die Augen nicht so häufig vom Fern- auf den Nahbereich wechseln.

Fahrzeug- und Verkehrssicherheit

Alle unsere Aktivitäten orientieren sich an der „Vision Zero“: keine Getöteten und Schwerstverletzten in und durch Fahrzeuge des Volkswagen Konzerns. Das war und ist unser Ziel, an dem wir kontinuierlich arbeiten. Wir betrachten die Fahrzeugsicherheit umfänglich – von der Vermeidung von Unfällen bis zur Reduzierung oder Vermeidung von Unfallfolgen. Einen wichtigen Beitrag leistet die aktive Unfallforschung des Volkswagen Konzerns. Sie rekonstruiert und bewertet Unfälle und leitet daraus Hinweise für die Fahrzeugsicherheit ab – Erkenntnisse, die unsere Fahrzeugentwicklung direkt beeinflussen und zu neuen nutzernahen Innovationen führen.

Im besten Fall sorgen die so entstandenen aktiven und sehr leistungsfähigen Systeme für die komplette Vermeidung eines Unfalls. Hier sind vor allem Notbremssysteme (z. B. Front Assist) und Spurhaltesysteme (z. B. Lane Assist) zu nennen. Sollte sich eine Kollision dennoch nicht vermeiden lassen, sorgen passive Systeme für die Vermeidung oder Reduzierung der Unfallfolgen für die Insassen. Dabei steht vor allem das abgestimmte Zusammenspiel von Fahrzeugstruktur und Rückhaltesystem im Zentrum. Durch Maßnahmen der integralen Sicherheit verschmelzen die passiven und aktiven Maßnahmen miteinander. So wird beispielsweise in unseren neuen Fahrzeugen nach einer Kollision die Multikollisionsbremse aktiviert, die das in einen Unfall verwickelte Fahrzeug abbremst und Sekundärkollisionen vermeidet oder zumindest die Kollisionsenergie reduziert.

Ziele und Maßnahmen für mehr Sicherheit

Unser Ziel, die „Vision Zero“, lautet: keine Getöteten und Schwerstverletzten in und durch Konzernfahrzeuge. Um diese Vision zu fördern, haben wir uns Teilziele gesetzt:

  • vermeidbare Unfälle sollen nicht stattfinden,
  • unvermeidbare Unfälle werden positiv beeinflusst,
  • die Schwere eines Unfalls wird minimiert.

Um die Teilziele zu erreichen, nimmt sich unsere Konzern-Unfallforschung reale Unfälle als Basis zur Datenerhebung. Die Untersuchungen umfassen:

  • technische Analysen der beteiligten Fahrzeuge mit Feststellung der technischen Unfallschwere,
  • medizinische Analysen der Verletzungen der Unfallbeteiligten,
  • psychologische Analysen des Unfallhergangs.

Aus den gewonnenen Erkenntnissen werden Maßnahmen des Eigen- und Partnerschutzes durch Karosserie- und Rückhaltesystemmaßnahmen und neue Assistenzsysteme entwickelt, die Unfälle vermeiden oder die Unfallfolgen mindern.

Um Mobilität immer sicherer zu machen, bringen wir als aktives Mitglied unser Wissen und unsere Erfahrung in den Deutschen Verkehrssicherheitsrat, kurz DVR, und in wichtige weltweite Konferenzen zur Fahrzeugsicherheit ein.

„Der Golf von Volkswagen – weiterhin gefragt und in den vergangenen 40 Jahren mehr als 30 Mio. Mal verkauft – hat nach Ansicht der führenden Autoversicherungs­gesellschaften einen neuen Rekord bei automatischen Notbremssystemen auf­gestellt. Schadensersatz­ansprüche Dritter im Zusammenhang mit dem Golf VII fallen um 45 ­% geringer aus als in der ‚Small Family Car Control Group‘ …“Thatcham Research

Produktsicherheit

Für unsere Kunden ist die Produktsicherheit von höchster Bedeutung. Deshalb setzen wir auf eine konsequente Qualitätssicherung entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der Beschaffung bis zum Vertrieb.

Im Rahmen standardisierter Prozesse schließen wir bereits in der Entwicklung mögliche Gebrauchsrisiken aus. Im nächsten Schritt, der Produktion, sind die Erfahrungen der weltweit tätigen und standortübergreifend vernetzten Produktsicherheitsbeauftragten entscheidend. Bei ihrer Arbeit setzen sie auf „Lessons learned“-Prozesse, die dafür sorgen, dass unsere Produkte sicher bleiben. Weil sich die Arbeitsweise unserer Produktsicherheitsbeauftragten bewährt hat, übertragen wir sie schrittweise auch auf unsere Lieferanten und damit auf die gesamte Lieferkette.

Geruch und Emissionen von Fahrzeuginnenräumen

Die Qualität der Luft von Fahrzeuginnenräumen beschäftigt die deutsche Automobilindustrie seit Mitte der achtziger Jahre. Von Beginn an hat Volkswagen eine wichtige Rolle in der Entwicklung dieses Themas übernommen. Aus gutem Grund: Geruch und Emissionen von Kunststoffbauteilen im Fahrzeuginnenraum können zu einer Minderung des Wohlbefindens, im Extremfall sogar zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Deshalb kontrollieren wir die Eigenschaften der bei uns eingesetzten Materialien und Bauteile sorgfältig. Die Anforderungen hinsichtlich dieser Eigenschaften werden in der konzernweit gültigen Norm VW 50180 beschrieben. Die Einhaltung dieser Anforderungen wird teilweise schon im Entwicklungs- und Konstruktionsprozess der Bauteile überprüft. Spätestens in der Bemusterungsphase müssen unsere Lieferanten nachweisen, dass die Anforderungen erfüllt werden. Diese Angaben werden bei rund 20 % der Bauteile aus Konzernfahrzeugen in unseren Laboren überprüft. Zusätzlich zu den Material- und Bauteilprüfungen werden mit dem Start der Produktion bei neuen Fahrzeugprojekten und Serienfahrzeugen die Geruchs- und Emissionseigenschaften der Fahrgastzellen bewertet.

Für die eingesetzten Bauteile und Betriebsstoffe gibt es feststehende Qualitätsanforderungen, bei denen neben den funktionsrelevanten Eigenschaften besonders die Langlebigkeit der Materialien im Fokus steht. In diesem Rahmen definiert und überprüft zum Beispiel die Werkstofftechnik von Volkswagen die Beständigkeit von Bauteilen gegenüber aggressiven Treibstoffen und Ölen. Dazu werden von der einzelnen Dichtung bis zum kompletten Kraftstofffördermodul die zu prüfenden Bauteile in Behältnissen gelagert, die vollständig mit der jeweiligen Prüfflüssigkeit gefüllt sind.

Information und Kennzeichnung

Die Gesellschaften des Volkswagen Konzerns sind gesetzlich verpflichtet, die Nutzer ihrer Produkte in geeigneter Weise über Gefahren zu informieren, die selbst bei bestimmungsgemäßem Gebrauch oder bei einem naheliegenden Fehlgebrauch auftreten können. Dieser Verpflichtung kommen die Gesellschaften des Konzerns mit Betriebsanleitungen und im Einzelfall mit Warnaufklebern in den Fahrzeugen nach. Seit 1. Dezember 2011 müssen auch in Deutschland alle produzierten Pkw mit einem gewichtsbezogenen Effizienzlabel versehen sein, das sich an der bei Haushaltsgeräten üblichen Energieverbrauchskennzeichnung orientiert und von A+ (sehr effizient) bis G (wenig effizient) reicht. Außerdem informiert das Label über den Kraftstoffverbrauch, die jährlichen Kraftstoffkosten, die CO2-Emissionen sowie die CO2-basierte Jahressteuer für Kraftfahrzeuge. Bei Fahrzeugen mit Elektroantrieb werden Angaben zum Stromverbrauch gemacht. Alle Marken stellen die Verbrauchsdaten und die CO2-Emissionen ihrer Modelle auf ihrer Website bereit. Die Verbrauchs- und Emissionsangaben zu allen in diesem Bericht genannten Modellen sind direkt unter dem jeweiligen Bild dargestellt. Die Marken Volkswagen und Audi zeichnen den ökologischen Fortschritt bei Fahrzeugen und Technologien gegenüber Vorgänger- beziehungsweise Vergleichsmodellen zudem mit einem Umweltprädikat aus. 

Kundenzufriedenheit

Die hohe Kundenzufriedenheit ist für Volkswagen eine der wichtigsten Voraussetzungen für nachhaltigen Unternehmenserfolg. Als Maßstab der Kundenzufriedenheit gelten für alle Marken standardisierte Leistungskennzahlen: Markenimage, Begehrlichkeit, Kauferwägung, Produktqualität und Kommunikationswahrnehmung.

Ein wichtiges Arbeitsmittel ist in diesem Zusammenhang die Konzernplattform „Group KPI“, die dabei hilft, den Wert der einzelnen Marken strukturiert zu steigern. Sie stellt allen Marken wichtige Indikatoren zur Verfügung, zum Beispiel zum Absatz und zur Kundenloyalität, und ermöglicht auch die Einrichtung von eigenen Indikatoren zur Messung der Kundenzufriedenheit.

Markenwert-Management im Volkswagen Konzern

deckt KPIs in fünf Bereichen ab, die über das Betrachten von Markenwerten hinausgehen

Grafik: Markenwert Management

Ein weiteres wichtiges Instrument sind die weltweiten Zufriedenheitsstudien, die wir quer über die Konzernmarken durchführen. Differenziert werden dabei die Bereiche Produkt, Service und Verkauf betrachtet. Der in den vergangenen Jahren festzustellende Trend, dass die Zufriedenheit der Kunden zunimmt, wurde auch 2015 nicht gebrochen. In allen drei genannten Zufriedenheitsbereichen erreicht die Marke Volkswagen in den europäischen Kernmärkten Werte über dem Wettbewerbsniveau.

Bester Volumenhersteller Deutschlands

Die Marke Volkswagen Pkw hat beim „Automobilwoche Triple A Award“ im Jahr 2015 in der Kategorie Volumenhersteller den ersten Platz belegt. Dazu hat die Fachzeitschrift eine Testkaufstudie durchgeführt, bei der Volkswagen Bestwerte bei den Kriterien Kundengespräch/Bedarfsanalyse, Folgekontakt sowie Angebot/Verhandlung erreichte. Der Preis ging damit innerhalb von drei Jahren zum zweiten Mal an Volkswagen Pkw.

Mittels Marktforschungsstudien werden unsere Kunden auch bei der Produktentwicklung eingebunden. Ihr Blick auf unsere Produkte sowie das Wissen um ihre Wünsche nach Verbesserungen sorgen später für eine höhere Kundenzufriedenheit. Wir fragen unsere Kunden auch nach ihrer Meinung, wenn es darum geht, Prototypen vor der Markteinführung zu beurteilen. 

IT im Wandel

Connectivity-Lösungen, Cloud-Computing, Social Media und Big Data revolutionieren Wirtschaft und Gesellschaft. Darauf stellt sich auch unsere Konzern-IT ein. Die eingesetzte Hardware wird zunehmend effizienter und ressourcenschonender. Im Rahmen unternehmensübergreifender Zusammenarbeit unterstützen wir als Mitbegründer der Deutschen Cyber-Sicherheitsorganisation (DCSO) in Deutschland tätige Unternehmen dabei, ihre Sicherheitsarchitektur zu verbessern. Dazu gehören beispielsweise ein Frühwarnsystem sowie Security-Audits, in denen die Informationssicherheit von Unternehmen geprüft wird. Das Kompetenzzentrum DCSO soll zukünftig als bevorzugter Cyber-Sicherheitsdienstleister der deutschen Wirtschaft arbeiten.

Die Konzern-IT hat die PC-Hardware standardisiert und damit in den letzten drei Jahren 50 Mio. € eingespart. Markenspezifische Kompetenzzentren werden künftig die Verantwortung für einzelne Funktionen tragen. Somit lassen sich Mehrfachentwicklungen vermeiden und Kosten sparen. Ein erstes Beispiel ist das Kompetenzzentrum für Windows-Smartphones bei Porsche.

Den Trend zur Digitalisierung greift Volkswagen in Konzern-IT-Labs auf. Es handelt sich dabei um Innovationsinseln, in denen in enger Zusammenarbeit mit Konzernfachbereichen, Forschungseinrichtungen und Technologiepartnern neue IT-Lösungen entstehen. Die Labs fungieren als Testlabore für den Konzern, als Berater für Zukunftsfragen der Informationstechnologie sowie als Schnittstelle zu Start-ups.

Das Data:Lab in München arbeitet als Kompetenzzentrum für Big-Data-, Advanced-Analytics- und Machine-Learning-Themen. Das Team aus Datenwissenschaftlern, sogenannten Data Scientists, Projektmanagern und Technologieexperten wird unterstützt von Spezialisten führender Big-Data-Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Vertretern der Start-up-Szene. Erfolgreiche Projekte im Data: Lab sind unter anderem die Prognose von Kundenwünschen und die Vorhersage von Kundenloyalität sowie eine Lang- und Allzeitprognose zur Ersatzteilplanung im Zentraldepot Kassel. Zusätzlich entsteht in Berlin das Digital:Lab. Hier wird unter anderem eine digitale Mobilitätsplattform aufgebaut und an der Verarbeitung verkehrsrelevanter Informationen aus dem Fahrzeug gearbeitet. Im Stammwerk Wolfsburg wird derzeit zudem das Smart.Production:Lab aufgebaut. Es agiert im Industrie-4.0-Umfeld und legt den Fokus auf IT in Produktion und Logistik.

Innerhalb der Konzern-IT wird die Vernetzung stark vorangetrieben. Durch konzernweite Hackathons oder Initiativen wie die „IT-Pitching-Days“ werden Plattformen für Mitarbeiter geschaffen, um neue Ideen und Prototypen zu entwickeln. In internen Communities wie der „Agile Community“ und in „Group Connect“, der Social-Collaboration-Plattform von Volkswagen, stehen Experten konzernweit in engem Austausch.

Group Connect verbindet als digitales Netzwerk des Volkswagen Konzerns Marken, Fachbereiche, Abteilungen und Kollegen miteinander. Rund 140.000 Mitarbeiter können bereits mit Group Connect arbeiten und die neue Möglichkeit der Kommunikation für die weltweite Zusammenarbeit mit Kollegen an Projekten und Themen nutzen.

Diese Entwicklungen beeinflussen die Flexibilisierung und Digitalisierung der Arbeitswelt, bringen neue Formen der Zusammenarbeit hervor und haben dadurch einen erheblichen Einfluss auf die Unternehmenskultur.