Volkswagen Group
China

Foto: Martkeinführung des Golf GTE und Audi A3 e-Tron
Porsche Panamera S E-Hybrid – Kraftstoffverbrauch in l/100 km: kombiniert 3,1; Stromverbrauch in kWh/100 km: kombiniert 16,2; CO2-Emissionen in g/km: kombiniert 71; Effizienzklasse: A+

VW Golf GTE – Kraftstoffverbrauch in l/100 km: kombiniert 1,7-1,5; Stromverbrauch in kWh/100 km: kombiniert 12,4-11,4; CO2-Emissionen in g/km: kombiniert 39-35; Effizienzklasse: A+

Audi A3 Sportback e-tron – Kraftstoffverbrauch in l/100 km: kombiniert 1,8-1,7; Stromverbrauch in kWh/100 km: kombiniert 12,0-11,5; CO2-Emissionen in g/km: kombiniert 40-38; Effizienzklasse: A+

Auch im Geschäftsjahr 2015 war China der größte Einzelmarkt für den Volkswagen Konzern. Auf dem chinesischen Pkw-Markt bietet der Volkswagen Konzern mehr als 150 importierte und lokal gefertigte Modelle der Marken Volkswagen Pkw, Audi, ŠKODA, Porsche, Bentley, Lamborghini, Bugatti und Volkswagen Nutzfahrzeuge an.

Mit der Markteinführung des Golf GTE und des Audi A3 e-tron als Importfahrzeuge haben wir unsere Elektromobilitätsoffensive in China fortgesetzt. Die auf diesen Markt zugeschnittene Elektromobilitätsstrategie sieht vor, dass neben bestehenden und weiteren Importmodellen beide Joint Ventures sukzessive in den nächsten drei bis vier Jahren insgesamt 15 Plug-in-Hybride und Elektrofahrzeuge lokal produzieren.

Aktuell werden an 20 Standorten in China Fahrzeuge und Komponenten gefertigt. Zusätzlich sollen zusammen mit unserem Joint-Venture-Partner FAW zwei neue Fahrzeugwerke für umweltfreundliche Modelle an der Ostküste Chinas, in Qingdao und Tianjin, entstehen. Das neue Werk im südchinesischen Changsha wurde mit dem „Triple-Star Green Building Design Award“, der höchsten staatlichen Auszeichnung für umweltschonende Fabrikplanung, prämiert.

Highlights des Jahres

„Mit der neuen Photovoltaik-Anlage von FAW-Volkswagen in Foshan werden die jährlichen CO2-Emissionen um über 9.000 Tonnen gesenkt.“

Deutsch-chinesische Kooperation im Bereich der Elektromobilität

Wesentliche Voraussetzungen für die Attraktivität von Elektromobilität sind standardisierte Ladestationen und eine nutzerfreundliche Ladeinfrastruktur. Zu diesem Zweck haben mehrere große deutsche und chinesische Autobauer mit weiteren Partnern sowie deutschen und chinesischen Ministerien eine Kooperation gebildet. Im Rahmen des „Sino-German Electric Vehicles Charging Project“ sollen Antworten auf die wichtigsten Fragen beispielsweise in Bezug auf gesetzliche Regelungen, technische Normen, nachhaltige Geschäftsmodelle und die Auswirkungen auf die Stromversorgung gefunden werden. Das Projekt läuft seit 2013 und soll 2016 abgeschlossen werden. Bislang wurden rund 1.000 Komponenten geprüft, fast 35.000 Kilometer Teststrecke zurück gelegt und mehr als 600 Ladevorgänge durchgeführt.

Nachhaltiges Wachstum durch Personalentwicklung

Im dritten Jahr ihres Bestehens hat die Abteilung „HR Development & Education Strategy China“ 2015 weitere Anstrengungen im Bereich der Berufsausbildung und Personalentwicklung unternommen, um das nachhaltige Wachstum des Unternehmens sicherzustellen. Unsere Kernbereiche wurden durch verschiedene Funktionen und Projekte abgedeckt: die flächendeckende Einführung der Meisterbasisqualifikation (MBQ) und der Meisterentwicklungsklausur (MEK) sowie den Aufbau von technischen Kompetenzzentren mit unterschiedlichen Schwerpunkten an verschiedenen Standorten. Die Einführung und kontinuierliche Verbesserung von drei Akademien für die Ausbildung in verschiedenen Jobfamilien, eine umfangreiche Kooperation mit Universitäten zur Anwerbung von Nachwuchskräften, zur Forschung und Entwicklung neuer Technologien und zur Ausbildungsförderung sowie der Einsatz von individuellem Coaching als eine neue, maßgeschneiderte Methode für die nachhaltige Weiterbildung von Managern trugen allesamt zu einer Verbesserung der Personalentwicklung in China bei.

Photovoltaik zur Senkung von CO2-Emissionen

In China möchte Volkswagen durch den vermehrten Einsatz von erneuerbaren Energien seine CO2-Emissionen senken. Dabei setzt das Unternehmen vor allem auf die Photovoltaik (PV) zur Stromerzeugung in seinen chinesischen Werken. Im vergangenen Jahr konnten mehrere Projekte zur Erzeugung von Solarstrom erfolgreich gestartet werden. So wurde am
28. August 2015 am Werk von FAW-Volkswagen in Foshan eine PV-Anlage mit einer Leistung von 10 MW und einer jährlich erzeugten Strommenge von 10 Millionen kWh erfolgreich ans Netz angeschlossen. Mit diesem Projekt lassen sich pro Jahr etwa 10.000 Tonnen CO2 einsparen. Bis Ende 2018 soll die installierte elektrische Gesamtleistung der PV-Anlage von Shanghai Volkswagen auf 85 MW gesteigert werden. Dies entspricht einer jährlich erzeugten Strommenge von 80 Millionen kWh und einer jährlichen Senkung der CO2-Emissionen um rund 60.000 Tonnen CO2.

Weitere nachhaltige Projekte

Neue Erdgaskessel in Shanghai

Bei SAIC Volkswagen in Shanghai wurden alle Kohle-Heizkessel im Berichtsjahr durch Erdgas-Kessel ersetzt. Damit wird der jährliche Kohleverbrauch um fast 100.000 Tonnen reduziert. Gleichzeitig sinken die CO2-Emissionen um fast 60.000 Tonnen und die SO₂-Emissionen werden um fast 300 Tonnen reduziert.

Strom für die Straße

Elektrisch angetriebene Autos sind nur dann attraktiv für die Käufer, wenn das Laden der Batterien einfach und bequem ist. Im Jahr 2015 wurde die erste Phase des Privat Charing Projects von Volkswagen Group China abgeschlossen. Das auf zwei Jahre angelegte Projekt setzt auf zwei Produkte zum Aufladen von elektrisch betriebenen Autos von VW: die kleinere Wallbox und den großen Charging Pole. Das Projekt umfasst drei „Aufladeszenarien“: den privaten Bereich, wie die eigene Garage, den halböffentlichen Bereich, wie zum Beispiel Parkplätze von Bürogebäuden, und den öffentlichen Bereich. Das Projekt befindet sich nun in der zweiten Projektphase und soll im November 2016 fertiggestellt sein. 

Umweltschonendere Produktion 

Alle Werke der Volkswagen Group China folgen dem Nachhaltigkeitsprinzip „Think Blue. Factory.“ 

Die Standorte SAIC-VW und FAW-VW haben dazu eigene Umweltschutzkonzepte und setzen diese um. So wurden bei FAW-Volkswagen mehr als 160.000 cm3 Abwasser und industrielles Abwasser wiederverwendet – zur Bewässerung der Grünanlagen, für die sanitären Anlagen und in der Produktion. Dazu wurden mehr als 100 Tonnen flüchtige organische Verbindungen mit Hilfe von Erdgasverbrennungsanlagen unschädlich gemacht, die entstehende Wärme wird innerhalb der Produktionsprozesse genutzt. Der Shuttle-Service für die Mitarbeiter spart jedes Jahr 4.000 Tonnen CO₂ ein und es wurden 40.000 Tonnen Abfälle recycelt.

Bei SAIC-Volkswagen ist im Berichtsjahr ebenfalls viel erreicht worden: Es wurde ein neues Online-System zur Messung des Energieverbrauchs installiert, die Nutzung alternativer Energiequellen wurde ausgeweitet und alle Kohle-Heizkessel abgerissen. Der notwendige Strom wird jetzt auch über Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung produziert. Zukünftig soll die Reduzierung des Wasserverbrauchs vorangetrieben werden. Dazu wurde 2015 unter anderem der bisherige Verbrauch analysiert und ein Mitarbeiterpreis für wassersparende Ideen ins Leben gerufen. Zum Thema Abfallreduzierung wurde ein Pilotprojekt durchgeführt und durch neue Lackierereien und Farben auf Wasserbasis konnten die Emissionen von flüchtigen organischen Verbindungen um 1,2 kg pro Fahrzeug reduziert werden.

Dialog mit den Stakeholdern

Unsere Kunden gehören zu unseren wichtigsten Stakeholdern. Deshalb haben wir zwei große Projekte durchgeführt, um den Dialog mit unseren Kunden zu fördern, unsere Marke zu bewerben und ein besseres Verständnis von den Anforderungen und Bedürfnissen unserer Kunden in Hinblick auf unsere künftigen Aktivitäten in den Bereichen Big Data und Nachhaltigkeit zu erlangen.

Personalwesen

Big Data

GVC Consumer Data Lab hat an der Tsinghua-Universität in Peking seinen ersten Hackathon ausgerichtet. Zehn Teams aus IT-Studenten und jungen Vertretern der IT-Branche werteten Daten aus unterschiedlichen Quellen aus, um Muster festzustellen, Modelle zu entwickeln und neue Geschäftsmöglichkeiten zu identifizieren.

Umwelt

Erfahrungsaustausch im Bereich Umweltmanagement 

In 2015 fand zweimal ein „Erfahrungsaustausch zum Umweltmanagement“ statt, an dem alle für den Umweltschutz zuständigen Kolleginnen und Kollegen aller Fahrzeug- und Komponentenwerke von VW in China teilnahmen. Ziel dieser Zusammenkünfte ist eine Steigerung des ökologischen Bewusstseins, die Ausweitung der Aktivitäten zum Umweltschutz, die Festlegung von Arbeitsstandards sowie der Austausch von Erfahrungen. Für die Zukunft ist geplant, diese regelmäßigen Treffen viermal im Jahr abzuhalten.

Werkleitertreffen (Fahrzeug- und Komponentenwerke)

Das Umweltmanagement gehört zu den festen Themen der regelmäßig stattfindenden Treffen der VW Werkleiter in China. Das Top-Management wird regelmäßig über den Status der Umweltaktivitäten in den chinesischen VW Werken auf dem Laufenden gehalten.

Auszeichnungen

Personalwesen

  • Im Jahr 2015 wurden die Volkswagen China Investmentgesellschaft (VCIC), Shanghai Volkswagen (SAIC) und FAW-Volkswagen vom Top Employers Institute zu den „Top-Arbeitgebern in China 2015“ gekürt.
  • SVW und FAW-Volkswagen wurden von ChinaHR.com, einem führenden chinesischen Online-Recruiter, zu den besten Arbeitgebern für chinesische Studienabgänger in der Automobilbranche ernannt.
  • 2015 erhielt SAIC Volkswagen den Preis „Bester chinesischer Arbeitgeber 2015“, der gemeinsam vom „Corporate Social Responsibility and Employer Brand Research Center“ der Universität Peking und von Zhaopin.com vergeben wird.

Umwelt

  • Im Dezember 2015 wurde das Werk von FAW-VW in Chengdu mit dem „Triple-Star Green Building Label“, der höchstmöglichen staatlichen Bewertung für umweltschonende Fabrikplanung, ausgezeichnet.
  • Im November 2015 erhielt das neue Automatikgetriebewerk in Tianjin (VWATJ) eine Zertifizierung nach der internationalen Umweltmanagementnorm ISO 14001:2004 (SOP 2014). Seitdem wurden alle Werke in China nach ISO 14001 zertifiziert.