Gesundheit

Gesundheitsschutz und Gesundheitsförderung sind soziale Verpflichtung und Ausdruck unserer Unternehmenskultur. Zugleich sind sie eine ökonomische Notwendigkeit, steigern unsere Attraktivität als Arbeitgeber und leisten wichtige Beiträge zur Zukunftssicherung und der Verwirklichung der Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen. Die Gesundheit unserer Mitarbeiter zu schützen und zu fördern ist vorrangiges Unternehmensziel und ein gemeinsames Anliegen von Konzernleitung und Arbeitnehmervertretung.

Gesundheitsschutz und Gesundheitsförderung sind zudem prospektiv ausgerichtete und nachhaltig wirksame Konzepte unserer Personalbetreuung und Elemente der Personal- und Organisationsentwicklung. Damit sind sie integraler Bestandteil der Personalpolitik und in unsere allgemeine Unternehmensstrategie eingebunden. Das ganzheitliche Gesundheitsmanagement bei Volkswagen geht weit über die klassische Gesundheitsvorsorge und den Arbeitsschutz hinaus und umfasst auch Aspekte der Arbeitsorganisation, der Ergonomie, der Prävention, der Integration und Rehabilitation, der Führung und der Perspektive für jeden Einzelnen.

Richtlinie Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

Eine Konzernrichtlinie zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz wurde formuliert. Sie richtet sich an alle Marken und Gesellschaften und definiert grundlegende Ziele, Aufgaben und Standards. Parallel dazu wurden die bestehenden „Leitlinien zum Gesundheitsschutz und zur Gesundheitsförderung“, die eine Ergänzung und Konkretisierung der Konzernrichtlinie darstellen, an die veränderten Bedingungen angepasst.

Bei der Arbeitsgestaltung, dem Arbeitsschutz und der gesundheitlichen Betreuung der Mitarbeiter an unseren Auslandsstandorten setzen wir weltweit die gleichen Maßstäbe an. Dabei werden die lokale medizinische Infrastruktur und die jeweiligen gesetzlichen Rahmenbedingungen berücksichtigt. Mit konzernweiten Audits wird die Einhaltung der weltweit gültigen Maßstäbe überprüft. 

Ergonomie am Arbeitsplatz

Foto: Skoda Ergonomie Laboruntersuchungen

Die ergonomische Gestaltung der Arbeitsplätze hat für uns eine unverändert hohe Priorität. Ziel ist es, unsere Mitarbeiter während ihres gesamten Arbeitslebens fit und gesund zu erhalten. In der Marke Volkswagen wird mit Hilfe eines Systems zum Arbeitsplatzmanagement die individuelle gesundheitliche Leistungsfähigkeit mit den Anforderungen des Arbeitsplatzes abgeglichen. Die Mitarbeiter können so optimal nach ihren Möglichkeiten eingesetzt werden. Dieses Vorgehen steigert die Arbeitszufriedenheit und ermöglicht einen gesunden Übergang in den Ruhestand.

Parallel dazu gewährleistet Volkswagen mit Verbesserungen entlang des gesamten Produktentstehungsprozesses, dass die Qualität der Arbeitsplätze und die aus der Produktion resultierenden Belastungen für die Mitarbeiter bereits in der Phase der Planung und Konstruktion der Fahrzeugmodelle berücksichtigt werden. Ziel der Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis ist, ergonomisch moderne Arbeitsplätze und innovative Arbeitsprozesse miteinander in Einklang zu bringen. Durch den Einsatz sogenannter Ergo-Assistenten an den Produktionslinien werden Mitarbeiter direkt an ihrem Arbeitsplatz beraten und angeleitet, wie sie ihre Arbeitsabläufe ergonomischer ausführen und damit eine entsprechende Verhaltensänderung vornehmen können.

Der in 2015 erstmals veröffentlichte Konzern-Ergonomie-Report schafft ebenfalls Transparenz über Strategien, methodische Vorgehensweisen und vorhandene Kennzahlen in den Marken und Regionen. Der Konzern-Ergonomie-Report wird zukünftig mindestens einmal im Jahr Informationen konzernweit zusammenfassen.

In einem Handbuch zur konzernweiten Standardisierung der Ergonomie im Produktentstehungsprozess (PEP) werden auf Basis der produkt- und prozessspezifischen Ziele ergonomische Anforderungen für neue Projekte definiert, die vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung der Belegschaft betrachtet werden und damit die Beschaffenheit der zukünftigen Arbeitsplätze beschreiben.

Hinsichtlich der ergonomischen Bewertung von Arbeitsplätzen konnten methodische Mindestanforderungen für eine Ergonomiebewertung in der Logistik definiert und bereitgestellt werden. In 2016 wird die Programmierung verfeinert sowie die Pilotierung und der Rollout der ergonomischen Bewertung von Logistikarbeitsplätzen erfolgen. Weiterhin konnte in 2015 das Kraftmessprojekt zur standardisierten Erfassung von Aktionskräften erfolgreich abgeschlossen werden. Zu den Ergebnissen des Projektes gehören beispielsweise verabschiedete Messvorschriften und der Kraftkatalog 2.0. Derzeit wird an einer Überführung der Erkenntnisse in die Praxis gearbeitet.

Bei ŠKODA AUTO stand das Jahr 2015 im Fokus einer Ergonomie-Offensive. Es wurde der Konzernstandard Ergonomic Assessment Worksheet (EAWS) eingeführt und die systemseitige Ergonomiebewertung in dem System „AP-Ergo“ auf Basis von EAWS an einer Montagelinie pilotiert. Ein besonderer Meilenstein für die Ergonomie-Experten war das zur Beurteilung der physischen Belastung zertifizierte Labor für Arbeitsphysiologie. Gleichzeitig wurde 2015 auch ein neues Projekt zur psychologischen Bewertung der Arbeitsplätze eingeführt.

Ein anderes Beispiel zeigt sich bei Sitech. Hier wurde im Rahmen des Gesundheitsmanagements bei Sitech Sp. z o.o. in Polen eine Analyse der altersgerechten und ergonomischen Eigenschaften der Arbeitsplätze durchgeführt, um die Gesundheit der Mitarbeiter zu verbessern sowie Berufskrankheiten vorzubeugen. Mit Hilfe von Physiotherapeuten und einem Arbeitsmediziner wurden den Mitarbeitern altersgerechte Arbeitsplätze angeboten.

Bei Audi in Ingolstadt wurde 2015 eine neue Mensch-Roboter-Kooperation eingeführt. Der eingesetzte Roboter arbeitet Hand in Hand mit seinem menschlichen Partner und passt sich dessen Arbeitstakt an. Es ist die erste Mensch-Roboter-Kooperation im Volkswagen Konzern, die in der Endmontage zum Einsatz kommt. Sie ermöglicht es, anstrengende Routinetätigkeiten zu automatisieren und ergonomisch ungünstige Arbeitsplätze zu optimieren.

Foto: Mensch-Roboter-Kooperation

Vorsorge und Prävention

Der an deutschen Standorten etablierte Check-up trägt dazu bei, die Gesundheit, Fitness und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter zu erhalten und zu fördern. Er ist eine kostenlose und umfassende Vorsorgeuntersuchung für alle Mitarbeiter. Die Beschäftigten schätzen seine hohe diagnostische Qualität und die sich anschließenden Präventions- und Trainingsprogramme.

Auch an nahezu allen internationalen Standorten wird der Check-up inzwischen erfolgreich durchgeführt. Vorhandene Vorsorgeuntersuchungsprogramme wurden an konzernweite Standards angepasst beziehungsweise der Check-up durch länderspezifische Zusatzuntersuchungen, zum Beispiel HIV- und Tuberkulose-Tests, erweitert. 

Check-ups im Volkswagen Konzern 20151

  2015
Volkswagen AG Deutschland, FS AG, VWO, VWS 17.251
Audi, Deutschland, Belgien, Ungarn, Mexiko 11.199
Porsche 220
MAN Truck & Bus, Deutschland 1.230
MAN Diesel Turbo, Deutschland, International 926
ŠKODA, Tschechien, Indien 18.533
Seat, Spanien 12.682
Automobili Lamborghini, Italien 59
Volkswagen, China2 27.523
Volkswagen do Brasil, Brasilien 600
Volkswagen de México, Mexiko 4.070
Volkswagen Group of America, USA 744
Volkswagen Autoeuropa, Portugal 2.144
Volkswagen Navarra, Spanien 2.628
Volkswagen Poznan, Polen 1.553
Volkswagen Group Rus, Russland 3.453
Volkswagen of South Africa, Südafrika 1.696
Volkswagen India, Indien2 3.447
Gesamt 109.958
  
1 Erst- und Folge-Check-ups.
2 Check-ups entsprechen zum Teil nicht vollständig dem Konzernstandard.
Foto: Gesundheits-Check-up

Gesundheitsprogramme der Gesellschaften

Im Volkswagen Konzern ergänzen Konzepte zur gesunden Verpflegung sowie vielfältige Sport- und Freizeitangebote – von der Kampagne zum Abnehmen und zur gesunden Ernährung bei Volkswagen in Südafrika bis hin zu internen Firmenläufen, etwa bei Volkswagen Nutzfahrzeuge in Hannover – das ganzheitliche Gesundheitsmanagement. Zusätzlich zum Check-up wurde bei ŠKODA 2015 eine neue Gesundheitswoche durchgeführt. Die Belegschaft hat das umfangreiche Angebot verschiedener Vorsorgeuntersuchungen und spezieller Gesundheitsprogramme sehr gut angenommen. In Anerkennung ihrer Aktivitäten im Bereich der Prävention und Gesundheitsförderung bekam ŠKODA vom tschechischen Gesundheitsministerium den Titel „Health Promoting Enterprise“ verliehen.

SEAT hat im September 2015 als erstes Unternehmen des Automobilsektors in Spanien die renommierte Zertifizierung „Gesundes Unternehmen“ erhalten. Damit wird die hohe Qualität des Gesundheitsmanagements von der spanischen Gesellschaft für Standardisierung und Zertifizierung (AENOR) gewürdigt.

Bei Volkswagen do Brasil haben im Jahr 2015 rund 1.200 Mitarbeiter am Programm „Home Care“ teilgenommen, das sich an chronisch Kranke aller Altersgruppen richtet, die einer Langzeitbetreuung bedürfen. Sie bekommen – neben der medizinischen Versorgung – auf Wunsch auch eine begleitende ambulante Pflege. Bei „AIDS Care“ stehen dagegen die Prävention, Kontrolle und Rehabilitation von HIV und AIDS im Mittelpunkt des Programms. Die medizinische Versorgung Infizierter und Erkrankter ist hierbei so wichtig wie deren Integration in die Gesellschaft und das Arbeitsumfeld. 2015 nahmen etwa 200 Mitarbeiter mit ihren Familienmitgliedern teil. Darüber hinaus wurden bei Volkswagen do Brasil rund 15.000 Mitarbeiter kostenlos gegen Grippe geimpft. 

Foto: Impfung von Mitarbeitern

Bei Volkswagen Motor Polska wurde im März des Berichtsjahres das zentral im Werk errichtete Reha-Zentrum eröffnet. Hier finden über 1.200 Mitarbeiter Angebote zur Vorbeugung und Behandlung von Einschränkungen des Bewegungsapparates. Volkswagen Motor Polska hat sich in diesem Bereich der Prävention drei Ziele gesetzt, um den Bewegungsapparat der Mitarbeiter gesund zu halten: Vorbeugung, Heilung und Bildung.

Bei Scania in Indien stand im Jahr 2015 ein ganz anderes Projekt im Vordergrund: die Verringerung der Mangel- beziehungsweise Unterernährung von Frauen. Ein spezielles Ernährungsprogramm wird unterstützt. In Südafrika engagiert sich Scania im Kampf gegen die weitere Verbreitung von HIV und AIDS. Dazu wurden entsprechende Gesundheitsprogramme für die Beschäftigten, für Lkw- und Busfahrer sowie für die lokale Bevölkerung durchgeführt. Präventiv sollen entsprechende Kampagnen die Anzahl der HIV-Neuinfizierten reduzieren.

In China wurde 2015 ein großer Schritt im Bereich der Gesundheitskommunikation getan: Bei Shanghai Volkswagen sind Informationen über Gesundheitsprogramme und -prozesse nicht mehr nur über das Intranet und Handbücher verfügbar, sondern auch auf dem Smartphone. Zudem wurde das Employee Assistance Project (EAP), das Unterstützung im psychologischen Bereich bietet, 2015 auch an den neuen Standorten Ningbo und Changsha eingeführt. 

Weiterentwicklung der Arbeitssicherheit

Der Volkswagen Konzern hat bereits im Jahr 2004 eine weltweit gültige Arbeitsschutzpolitik verankert, die von allen Konzerngesellschaften verbindlich umzusetzen ist. Erhalt und Förderung der Gesundheit sowie der Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter sind hohe Güter und deshalb gehören sie zu den erklärten Unternehmenszielen.

In diesem Zusammenhang haben wir im Jahr 2010 zusätzlich das selbst entwickelte Konzern-Arbeitsschutzmanagementsystem (KAMS) eingeführt. Auf der Grundlage dieses Systems haben alle einbezogenen Konzerngesellschaften ihre Arbeitsschutzorganisationen und -prozesse analysiert. Die Ergebnisse stehen in einem zentralen Datenbanksystem konzernweit zur Verfügung. Im Berichtsjahr wurden insgesamt sieben Konzernaudits durchgeführt. Dies schließt den systematischen Austausch über Best-Practice-Beispiele im Volkswagen Konzern ein.

Seit Ende 2012 wurde an 17 Standorten die Umsetzung des KAMS rund um den Globus auditiert. Das Audit umfasst neben einem Dokumentencheck auch Ortsbegehungen und Interviews entlang der Hierarchieebenen. Das entsprechende Auditteam prüft anhand von festgelegten Parametern, ob die Vorgaben vor Ort umgesetzt sind. Aus den Ergebnissen wird abschließend für jedes KAMS-Element ein Stärken- und Potenzialbericht erstellt.

Zur Weiterentwicklung des Informationsaustauschs wurde die Kommunikation von Unfallanalysen zu schweren und tödlichen Unfällen im Konzern abgestimmt. Ziel des Prozesses ist die markenübergreifende Bereitstellung der Unfallanalysen bei tödlichen und schweren Unfällen. Hierdurch können gezielt Maßnahmen zur Vermeidung gleichartiger Unfälle ergriffen werden. 

Arbeitssicherheitsschulung weiterentwickelt

Seit 2009 haben wir eine neu konzipierte Qualifikation für die Sicherheitsbeauftragten der deutschen Volkswagen Standorte. Außerdem führt Volkswagen in Deutschland seit 2012 verpflichtende Qualifizierungsmodule zum Arbeitsschutz für alle angehenden Führungskräfte durch. In Anlehnung daran sind die Qualifizierungsbausteine für angehende Meister einheitlich und verpflichtend in die Meister-Basis-Qualifizierung integriert. 

Ausgezeichnete Arbeitssicherheit

Auch im Jahr 2015 wurde der konzerninterne Arbeitssicherheitspokal an den europäischen Standorten der Marke Volkswagen und Volkswagen Nutzfahrzeuge ausgelobt. Die Auszeichnung als sicherstes Werk erhielt in diesem Jahr der slowakische Standort Bratislava. Die zahlreichen Maßnahmen zur Arbeitssicherheit tragen dort zur Senkung sowohl der Unfallhäufigkeit als auch der daraus resultierenden Belastungen bei. 

Betriebsärztliche Dienste und Notfallmanagement

Die medizinische Betreuung unserer Mitarbeiter erfolgt unter Beachtung der jeweiligen nationalen Rechtsvorschriften und interner Regelungen sowie auf der Basis der Konzernleitlinien zum Gesundheitsschutz und zur Gesundheitsförderung. An allen Standorten ist mindestens eine medizinische Notfallversorgung gewährleistet. Zudem ist an den meisten Konzernstandorten auch eine medizinische Betreuung mit einem verantwortlichen Arzt vorhanden. 

Maßnahmen zur Rehabilitation

Foto: Rehazentrum in Wolfsburg

Um die Eingliederung von Mitarbeitern nach einer schweren beziehungsweise längeren Erkrankung frühzeitig und arbeitsplatzbezogen zu unterstützen, bieten wir an vielen Standorten ein besonderes Rehabilitationsprogramm an. Ziel ist es, die Arbeits-­ und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter innerhalb von drei bis maximal sechs Monaten wiederherzustellen oder zu stabilisieren.

Je nach Bedarf werden zusätzliche Präventionsangebote in das Programm aufgenommen. Ein Beispiel ist die JobReha, bei der es sich um ein-­ bis dreiwöchige ambulante, teilstationäre oder stationäre Maßnahmen handelt, die einen Schwerpunkt im Bereich des Bewegungsapparats haben. Das RehaFit­-Programm kommt dagegen im Rahmen der orthopädischen oder psychologischen Rehabilitation zum Tragen. Beispielhaft können auch die physiotherapeutischen Angebote und die gezielten oder allgemeinen Aufbautrainings in den werkeigenen Trainingszentren genannt werden. Auch die Hilfs-­ und Betreuungsangebote für Beschäftigte mit psychischen oder psychosomatischen Beeinträchtigungen werden kontinuierlich erweitert. 

Sozialcoaching

Wir übernehmen Verantwortung bei persönlichen Problemen unserer Mitarbeiter. Vor diesem Hintergrund hat es sich die Abteilung „Integrationsmanagement und soziale Dienste“ im Gebiet „Sozialcoaching“ zur Aufgabe gemacht, sich in besonderem Maß um die Beschäftigungsfähigkeit und Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiter zu kümmern. Das Aufgabengebiet „Sozialcoaching“ ist eine von drei Säulen der Abteilung „Integrationsmanagement und soziale Dienste“, die zum Personalwesen Wolfsburg gehört.

Sozialcoaching bietet unter anderem Beratungsleistung bei psychosozialen Problemen, psychischen Belastungen und Konfliktsituationen im privaten oder beruflichen Kontext an. Die Sozialcoaches beraten ebenso bei finanziellen Notlagen, Abhängigkeitserkrankungen oder bei Sterbefällen. Am Standort Wolfsburg stehen dafür acht Sozialcoaches als Ansprechpartner zur Verfügung. Die Sozialcoaches besitzen nicht nur beratungsspezifische Berufsausbildungen, wie Sozialpädagogik oder Psychologie, sondern weitere ergänzende Qualifizierungen wie beispielsweise systemisches Coaching, Suchtkrankenberatung oder Mediation.

Der Zugang zum Sozialcoaching steht jedem Mitarbeiter jeder Hierarchie und Funktion der Volkswagen AG frei. Auch verschiedene Tochtergesellschaften der Volkswagen AG werden durch die Sozialcoaches beraten. Der Beratungsablauf wird bestimmt vom Anliegen des Klienten. Nach der Priorisierung und der Festlegung der Ziele werden Lösungsmöglichkeiten und konkrete Maßnahmen zusammen erarbeitet. In der nachgehenden Betreuung werden die individuell vereinbarten Maßnahmen sichergestellt.

Die Sozialcoaches arbeiten mit internen und externen Netzwerkpartnern eng zusammen. Die Nutzung der internen Netzwerke wie beispielsweise Mitarbeiter des operativen Personalwesens und des Gesundheitswesens, Betriebsräte, Vertrauensleute oder Vorgesetzte ermöglicht eine schnelle und unkomplizierte Hilfe. Externe Netzwerkpartner sind beispielsweise Kliniken, Therapeuten, Krankenkassen, Beratungsstellen oder Selbsthilfegruppen. 

Im Jahr 2015 wurden 3.665 Beratungen in Anspruch genommen. Die meisten Gespräche wurden zum Thema „psychosoziale Probleme“ angefragt. Diese Kategorie beinhaltet unter anderem Krisen im persönlichen Umfeld.

Die Beratungsthemen sowie ihre quantitative und qualitative Nachfrage im Sozialcoaching spiegeln auch allgemeine gesellschaftliche Entwicklungen wider. So zeigen alle Themen über die letzten Jahre einen stetigen quantitativen Anstieg der Beratungen auf. Insofern bekam der präventive Auftrag des Sozialcoachings immer mehr Gewicht. Im Jahr 2015 wurde mit 158 durchgeführten Informations- und Präventionsveranstaltungen ein Höchststand erreicht.